Nach unserem erfolgreichen Elbefahrer-Treffen trafen wir uns erneut am Folgewochenende zum traditionellen Abpaddeln. Wenn sich der Sommer verabschiedet und das Wasser langsam kälter wird, kommt in der Regel der sichere Großcanadier zu Einsatz.
Das gibt einigen, die nicht so sehr zum Paddeln neigen, immer die Möglichkeit, unseren Heimatfluss doch noch aus der Froschperspektive zu bewundern. Darüber hinaus waren noch andere Boote im Einsatz, um die insgesamt zwölf Kanuten gut unterzubringen.
Am zwar neuen aber gleichzeitig auch sehr rutschigen Einstieg in Schermbeck ging es diesmal bei einem Sonne-Wolken-Mix und angenehmen Temperaturen auf den Bach. Belohnt für die Mühe, wurden wir durch viele Eisvögel, die wie fliegende Diamanten durchs Gebüsch und über den Fluss huschen und einer erholsamen Ruhe, die sich ausbreitet, wenn das Geplapper im Boot mal nachlässt.
Man hört dann nur noch das leise Plätschern der Paddel und genießt den herrlichen Frühherbsttag. Ebenso traditionell wurde in Krudenburg die Chance genutzt zur Pause, die bald in Winterruhe gehende Dudelbude aufzusuchen. Leider blieb es für Matthes, den letzten verbliebenen Wirt des kleinen Dörfchens, nur beim Verkauf von Kaltgetränken, denn seine berühmte Currywurst, war für den Abend auf der Vereinsterrasse vorgesehen, wo unsere Veranstaltungen in der Regel enden.
Nach Beendigung der Fahrt und zunächst Kaffee und einem verunfallten Kuchen wurde dann schließlich dort ein Manta-Teller gereicht, den sich alle mit Lust einverleibten. Ein schöner Saisonabschluss endete beim Verlassen des Geländes mit einem Blick über die ersten Nebelfelder, die verwunschen über die Lippewiesen krochen.

